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Doppelkinn entfernen ohne OP - was hilft wirklich?

Ein Doppelkinn hat nicht automatisch etwas mit Übergewicht zu tun. Das ist einer der häufigsten Irrtümer. Bei mir im Studio sitzen regelmäßig schlanke Frauen, die sich an ihrer unteren Gesichtspartie stören. Die Kiefernlinie wirkt weicher, unter dem Kinn sammelt sich Gewebe, Fotos von der Seite gefallen plötzlich nicht mehr. Die entscheidende Frage ist nicht: "Wie bekomme ich es schnell weg? Sondern: Warum ist es überhaupt da? Denn erst wenn du die Ursache kennst, kannst du sinnvoll handeln. Warum entsteht ein Doppelkinn? Es gibt drei Hauptursachen. Und sie verlangen unterschiedliche Lösungen. 1. Fettansammlung unter dem Kinn Hier lagert sich sogenanntes submentales Fett ein. Das kann genetisch bedingt sein. Manche Frauen bekommen es schon mit Ende 20, andere nie. Wichtig: Man kann Fett nicht gezielt wegtrainieren. Punkt. 2. Hauterschlaffung Ab etwa 30 nimmt die Kollagenproduktion langsam ab. Die Haut verliert an Spannkraft. Das Gewebe "rutscht" etwas nach unten. Hier is...

Retinol vs. Retinal

Heute tauchen wir in die Welt der „Goldstandards“ der Hautpflege ein: Vitamin A-Derivate, genauer gesagt Retinol und Retinal. Beide werden für ihre Anti-Aging-Wunder gepriesen. Aber was unterscheidet sie eigentlich? - noch wichtiger - für wen ist das Produkt geeignet? Stell dir vor, Vitamin A (Retinsäure) ist das fertige Gericht was deine Haut sofort verwerten kann.  Retinol und Retinal sind verschiedene Vorstufen auf dem Weg dorthin. Je weniger Umwandlungss chritte nötig sind, desto effizienter und potenter wirkt das Produkt.  Die Wissenschaft - einfach erklärt  Unsere Haut kann nur die reine Retinsäure (Tretinoin) direkt nutzen, um Zellerneuerung anzukurbeln, Kollagen zu bilden und Pigmentflecken zu mildern.  Da diese aber rezeptpflichtig und sehr stark ist, nutzen wir in der Pflege für zu Hause ihre „Vorläufer.“ Hier ist die Umwandlungskette  Retinyl Palmitat ➡️ Retinol ➡️ Retinal (Retinaldehyd) ➡️ Retinsäure • Retinol muss in zwei Schritten zu Retinsäure umg...

Realistische Ergebnisse in der Hautpflege

Was wirklich möglich ist. Und wann. Viele erwarten von Pflege schnelle, sichtbare Wunder.  Glatte Haut über Nacht. Ruhiger Teint nach drei Tagen. Weniger Falten nach einer Woche. Das Problem ist nicht die Pflege. Das Problem sind die falschen Erwartungen. Hier erkläre ich, was Hautpflege leisten kann. Und was nicht.  Haut arbeitet langsam. Aber immer.  Die Haut erneuert sich in Zyklen. Je nach Alter, Zustand und Belastung etwa aller 28 - 40 Tage. Das heißt: Pflege kann sofort beruhigen. Aber echte Veränderung braucht Zeit. Alles andere ist Marketing. Was realistisch möglich ist. Schritt für Schritt. Nach 1 - 3 Tagen  Realistisch: - weniger Spannungsgefühl - Brennen lässt nach  - Haut fühlt sich ruhiger an Nicht realistisch: - Faltenreduktion - verfeinerte Poren - sichtbar glatterer Teint Wenn hier große Versprechungen gemacht werden, stimmt etwas nicht. Nach 7 - 14 Tagen  Jetzt zeigt sich ob eine Pflege passt. Möglich: - stabileres Hautgefühl  - wenige...

Neuro-Cosmetics. Was steckt wirklich dahinter?

Der Begriff taucht immer häufiger auf. Klingt spannend. Klingt nach Hightech. Aber was ist Neuro-Cosmetics wirklich? Und für wen macht sie Sinn? Kurzfassung vorweg:  Neuro - Cosmetics sind keine Wundermittel. Aber sie sind mehr als ein Trend. Die Haut denkt mit. Ob wir wollen oder nicht Die Haut ist kein totes Schutzschild. Sie ist ein hochsensibles Organ. Durchzogen von Nervenenden. Verbunden mit dem Gehirn. Reagierend auf Stress. Deshalb sieht man es der Haut an wenn jemand unter „Druck“ steht. Rötungen, Juckreiz, Spannungsgefühl. Brennen ohne klaren Grund. Neuro-Cosmetics setzten genau hier an. Was Neuro - Cosmetics konkret machen Klassische Kosmetik arbeitet auf Zellebene. Neuro -Cosmetics arbeiten zusätzlich auf Nervenebene. Das heißt nicht das sie Gefühle steuern oder Hormone manipulieren. Es geht um Reizweiterleitung und Stressreaktionen auf der Haut. Die Wirkstoffe zielen darauf ab: Nervenrezeptoren zu beruhigen  stressbedingte Entzündungsprozesse zu dämpfen  Über...

Zwischen Kerzenlicht und Selbstfürsorge

  Ein stiller Schönheitsmoment zu Weihnachten  Weihnachten hat die besondere Art von Licht. Es ist weicher als der Sommer, wärmer als der Herbst und irgendwie ehrlicher, als alles was wir im restlichen Jahr sehen. Vielleicht liegt es daran, dass wir in diesen Tagen nicht  nur unsere Wohnungen schmücken, sondern auch  unsere Gedanken, plötzlich fällt uns auf, wie viel Schönheit im Unaufgeregten steckt - Im Duft von Zimt, im Rascheln von Geschenkpapier, im kurzen Innehalten.  Beauty fühlt sich zu Weihnachten anders an. Weniger wie ein Look den man perfektioniert, und mehr wie ein Gefühl das man pflegt. Es ist die Zeit, in der ein Hauch Lippenbalsam mehr sagt als ein roter Lippenstift. Und in der ein gepflegter Moment mit sich selbst fast luxuriöser wirkt als jedes Geschenk. Vielleicht ist das die wahre Weihnachtsästhetik: nicht das Funkeln das wir sonst auftragen, sondern das Leuchten, das wir uns erlauben. Inmitten der festlichen Routinen - Plätzchen backen, Gesc...

Winter - Skincare: Deine Haut braucht jetzt eine andere Pflege

Wenn es kalt wird, verändert sich die Haut spürbar. Feuchtigkeit geht schneller verloren, die Hautbarriere wird empfindlicher und reagiert stärker auf Temperaturwechsel. Genau jetzt lohnt sich eine angepasste Pflege. Hier findest du konkrete Empfehlungen für deine Winterroutine. Warum deine Haut im Winter mehr Stress hat  Kälte draußen zieht Wasser aus der Haut. Drinnen kommt trockene Heizungsluft dazu. Die Hautbarriere wird durchlässiger, die Haut spannt, rötet sich und wirkt rau. Mit ein paar gezielten Anpassungen, bekommst du das in den Griff. 1. Reinigung: so mild wie möglich   Schäumende Reiniger sind im Winter meist zu aggressiv. Reinigungsmilch oder Cremegel halten die Hautbarriere stabil und verhindern ein direktes Spannungsgefühl direkt nach dem Waschen. 2. Feuchtigkeit aufbauen  Ein Feuchtigkeitsserum mit Hyaluron, Glycerin oder Urea gehört jetzt fest in die Routine. Erst das Serum, dann eine Creme, die diese Feuchtigkeit einschließt. Diese Reihenfolge ist entsc...

Was sind Exosome?

Was sind denn nun Exosome?  Der Name klingt hochkomplexe, aber das Prinzip ist genial. Zerlegen wir das Wort: „Exo“ steht für „außen“ oder „extern“. „Somen“ kommt von „Soma“ das altgriechische Wort für „Körper“. Einfach ausgedrückt: Exosome sind winzige, kleine Boten-Teilchen, die von unseren eigenen Körperzellen nach außen abgegeben werden. Stell sie dir vor wie winzige, gut gepackte Postpakete, die von einer Zelle zur nächsten geschickt werden, um wichtige Informationen und Bauteile auszutauschen. In der Kosmetik nutzt man pflanzliche Exosome. Wie z.B. die Haut eines Apfels, sie produziert diese kleinen Botenstoffe, um mit anderen Zellen in der Pflanze zu kommunizieren und sich zu schützen. Das geniale Prinzip: Wie wirken Exosome in der Haut? Jetzt kommt der Clou: Diese pflanzlichen Postpakete können auch mit unseren menschlichen Hautzellen kommunizieren! Sie sind so klein, dass sie tief in die Haut eindringen können und dort erstaunliche Dinge tun. 1. Sie täuschen die Hautz...